Aschenputtel
- das Märchen der Brüder Grimm 
- für Kinder ab 3 Jahren
Bühne, Figuren und Inszenierung : 
Crista Oeffler-Wöller, Bernhard Wöller, 
OPTICAL-Figurenbühne
Regie : 
Dieter Brunner, Puppenzentrum Frankfurt
Musik :
Prof. Bernhard Böhm,
Staatl. Hochschule f. Musik, Würzburg

technische Erfordernisse :
Spielfläche mindestens 4,00 x 3,00 m
möglichst auf einem Podest von 40 cm Höhe,
lichte Höhe bis zur Decke 2,60 m.
Aufbau : 1 Stunde
Abbau  : 1/2 Stunde
Spieldauer : 60 Minuten


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zum Inhalt :
"Es war einmal . . ." - so beginnt auch dieses Märchen, das wie alle Märchen typische, allgemein-menschliche Situationen und Schicksale widerspiegelt. Jeder kann sich darin auf die eine oder andere Weise wiederfinden.
Hier geht es um das kleine Mädchen, das von seinen Stiefschwestern ständig geärgert wird, das alle Dreckarbeiten machen muß und nachts nur beim Herd in der Asche schlafen darf - deshalb nennen sie es "Aschenputtel". Aber sie ist trotzdem die Auserwählte und mit Hilfe der Tauben, Boten der verstorbenen Mutter, gewinnt sie die Zuneigung des Prinzen.

Grundlage der Inszenierung war das Buch "Aschenputtel" von Hildegunde Wöller in der Reihe "Weisheit im Märchen", erschienen im Kreuz-Verlag, Stuttgart. Die Inszenierung folgt genau dem Märchen der Brüder Grimm, doch wurden bestimmte Akzente gesetzt. Das Stück lebt vom Gegensatz zwischen dem still-frommen Aschenputtel und den kreischend-bösen Schwestern - dem Schwarz-Weiß von Gut und Böse.
Dazwischen steht die Gestalt des Vaters, der als Vater von Aschenputtel, Mann der Stiefmutter und Gärtner des Prinzen Beziehungen zu allen kontrastierenden Elementen hat und zunächst zwischen den Fronten hin- und hergezerrt erscheint, denn jeder will ihn für seine Zwecke benutzen : dem Prinzen soll er das schöne Mädchen finden, für seine Frau soll er es aus dem Palast fernhalten. Doch schließlich erweist er sich als Bindeglied : er hilft dem Prinzen - und findet seine Tochter. Ihr paßt der goldene Schuh.
Duch das Bühnenbild und die Anordnung der einzelnen Handlungsplätze wird das Verhältnis zwischen den handelnden Figuren unaufdringlich verdeutlicht. Auf der untersten Ebene liegt der Arbeitsplatz Aschenputtels in der Küche. Eine Stufe höher kommt man zum Grab der Mutter - Dreh- und Angelpunkt des Geschehens, denn nur über diese Stufe gelangt man hinauf zum Schloß.
". . . und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute" - so endet das Märchen, denn Aschenputtels gibts immer : jeder kann sich mal so fühlen. Und Linsen gibts auch immer . . .


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